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Glücksspiel in der bildenden Kunst: Falschspieler, Kartenspieler und ein Millionen-Deal

Von Robert Hartwig · Chefermittler & Redaktionsleitung ·

Vergoldeter Rahmen mit klassischem Kartenspieler-Gemälde an einer Museumswand

Bevor es Casinos gab, gab es Bilder vom Spiel. Würfelnde Soldaten, betrogene Bürgersöhne, schweigende Kartenspieler, gebeugte Gestalten am Roulettetisch: Die Malerei hat das Glücksspiel über fünf Jahrhunderte begleitet und dabei fast immer dieselbe Doppelrolle besetzt, Faszination und Warnung zugleich. Diese Seite geht die wichtigsten Werke durch, von Caravaggios Falschspielern über Cézannes Kartenspieler bis zu den pokernden Hunden der amerikanischen Werbekunst. Alle genannten Bilder existieren wirklich und hängen, wo angegeben. Kunstlegenden und erfundene Zuschreibungen haben wir aussortiert, denn davon kursieren in diesem Themenfeld erstaunlich viele.

Die Anfänge: Würfel unter dem Kreuz

Das älteste Glücksspiel-Motiv der europäischen Kunst ist ein biblisches: Soldaten, die unter dem Kreuz um die Kleider Christi würfeln. Die Szene taucht in Kreuzigungsdarstellungen des Mittelalters immer wieder auf, und ihre Botschaft ist unmissverständlich. Das Spiel steht für Gleichgültigkeit und Sünde, ausgerechnet im Angesicht des Heils. Diese negative Codierung prägte die Bildtradition lange. Gewürfelt und gewettet wurde in Antike und Mittelalter reichlich, gemalt wurde es fast ausschließlich als Laster: als Zeitvertreib von Soldaten, Wirtshausgesindel und verlorenen Söhnen. Erst um 1500, in der Renaissance, wird der Blick genauer und weltlicher. Lucas van Leyden etwa malte Kartenspiel-Szenen, in denen es weniger um Verdammung geht als um Beobachtung: Wer blufft hier wen, wer schaut wem in die Karten? Damit war der Boden für das große Jahrhundert der Spielszenen bereitet.

Caravaggio: „Die Falschspieler“ als Gründungsdokument eines Genres

Um 1594 malte der junge Michelangelo Merisi da Caravaggio in Rom „I Bari“, die Falschspieler. Die Szene ist ein kleines Drama in drei Rollen: Ein wohlhabender, argloser junger Mann studiert seine Karten. Hinter ihm späht ein älterer Komplize über die Schulter und signalisiert mit gespreizten Fingern. Und der junge Betrüger ihm gegenüber greift bereits nach der versteckten Karte im Rücken seines Wamses. Kein Bild zuvor hatte den Spieltisch so nah, so lakonisch und so spannend erzählt.

Die Wirkung war enorm, und zwar auf zwei Ebenen. Für Caravaggio selbst begründete das Bild die Karriere: Kardinal Francesco del Monte wurde durch die Falschspieler auf ihn aufmerksam und kaufte das Werk, der Maler bekam Quartier und Aufträge. Für die Kunst begründete es ein Genre. Betrugs- und Wahrsagerszenen wurden zum Standardrepertoire der europäischen Malerei des 17. Jahrhunderts, kopiert und variiert von Rom bis Utrecht. Zu den stärksten Nachfolgern zählt Valentin de Boulogne, dessen „Falschspieler“ (um 1615) heute in der Gemäldegalerie Alte Meister in Dresden hängt und das Thema noch düsterer fasst. Das Original Caravaggios befindet sich im Kimbell Art Museum in Fort Worth, Texas. Wer genau hinsieht, erkennt übrigens ein zeitloses Thema dieses Portals: Der Schaden entsteht nicht durch das Spiel selbst, sondern durch die Unehrlichkeit am Tisch. Die Frage nach dem fairen Spiel ist so alt wie das Spiel.

Georges de La Tour: das Karo-Ass im Gürtel

Rund vierzig Jahre später perfektionierte der Lothringer Georges de La Tour das Genre. Sein „Falschspieler mit dem Karo-Ass“ (um 1636 bis 1638, Louvre, Paris) zeigt eine Kartenrunde als stumme Verschwörung: Ein reich gekleideter junger Mann spielt gegen einen Betrüger, der hinter dem Rücken ein Karo-Ass aus dem Gürtel zieht, während die Kurtisane am Tisch und die Dienerin mit dem Weinglas sich mit Seitenblicken verständigen. Alle wissen Bescheid, nur das Opfer nicht. La Tour verzichtet auf jede Bewegung; die Spannung liegt komplett in den Blicken. Vom Bild existiert eine zweite eigenhändige Fassung mit Kreuz-Ass, die passenderweise ebenfalls im Kimbell Art Museum hängt, in direkter Nachbarschaft zu Caravaggios Falschspielern. Fort Worth ist damit, etwas unerwartet, der beste Ort der Welt, um gemalten Kartenbetrug zu studieren.

Karten, Würfel, Totenschädel: die Vanitas-Tradition

Das niederländische 17. Jahrhundert malte das Spiel gleich zweifach. In den Genreszenen von Malern wie Jan Steen geht es derb zu: raufende Kartenspieler im Wirtshaus, fliegende Karten, gezogene Messer, Sittenbild und Belustigung in einem. Daneben steht die stille Variante. In Vanitas-Stillleben liegen Spielkarten und Würfel neben Totenschädel, erloschener Kerze und Sanduhr. Die Botschaft dieser Symbolsprache: Alles Irdische ist Zufall und vergeht, „Memento mori“, bedenke die Sterblichkeit. Das Glücksspiel wird hier zur Chiffre für das Lebensrisiko schlechthin.

Ins Erzählerische übersetzt hat diese Warnung niemand so wirkungsvoll wie der Engländer William Hogarth. Sein achtteiliger Zyklus „A Rake's Progress“ (1733 bis 1735, Sir John Soane's Museum, London) verfolgt den Erben Tom Rakewell durch Verschwendung, Spielhaus, Schuldgefängnis und Irrenhaus; die Spielszene ist das Scharnier des Absturzes. Es ist dieselbe Nüchternheit, die heute in Wahrscheinlichkeitsrechnung gekleidet daherkommt. Die Ergebnisse haben sich seit dem Barock nicht verbessert, wie unser Überblick zu den Gewinnwahrscheinlichkeiten von Casinospielen zeigt.

Cézanne: „Die Kartenspieler“, Schweigen statt Drama

Ende des 19. Jahrhunderts drehte Paul Cézanne die Tradition um. Seine fünf Versionen der „Kartenspieler“ (Les Joueurs de cartes, 1890er Jahre) zeigen keine Betrüger, keine Moral, keinen sichtbaren Einsatz, nur provenzalische Bauern, die sich schweigend über ihre Karten beugen. Modell saßen Arbeiter vom Landgut seiner Familie bei Aix-en-Provence. Das Spiel ist hier Konzentration und Form: zwei Männer, ein Tisch, eine Flasche, vollkommene Ruhe. Kunsthistoriker lesen die Serie als bewusste Antwort auf die rauflustigen Wirtshausszenen der Niederländer, als deren Umkehrung ins Zeitlose. Die Fassungen hängen im Musée d'Orsay, im Metropolitan Museum in New York, im Courtauld Institute in London und in der Barnes Foundation in Philadelphia; die fünfte blieb in Privatbesitz.

Ausgerechnet diese unspektakulärste aller Spielszenen wurde zum teuersten Glücksspielbild der Geschichte. Um 2011 verkauften die Erben des griechischen Reeders George Embiricos ihre Version Medienberichten zufolge an das Emirat Katar, für kolportierte 250 Millionen US-Dollar oder mehr, damals der höchste je für ein Gemälde gezahlte Preis. Offiziell bestätigt wurde die Summe nie; es war ein Privatverkauf. Die Ironie darf man genießen: Das Bild, das dem Spiel allen Nervenkitzel entzog, erzielte den größten Jackpot.

Munch am Roulettetisch

Das Casino selbst, als Ort und als Atmosphäre, hat kaum ein Maler eindringlicher erfasst als Edvard Munch. „Am Roulettetisch in Monte Carlo“ (1892, Munch-Museum, Oslo) entstand nach Munchs eigenen Besuchen an der Riviera: gebeugte Rücken, dicht gedrängte Köpfe, das grelle Grün des Tuchs als Zentrum eines Sogs. Kein Glamour, keine Eleganz, sondern kollektive Anspannung. Munch notierte in Briefen, wie sehr ihn die Fixierung der Spieler auf die Kugel faszinierte und beunruhigte; er kannte die Anziehung aus eigener Anschauung. Literarisch hatte Fjodor Dostojewski dieselbe Erfahrung schon 1866 in „Der Spieler“ verarbeitet, aus bitterer eigener Kenntnis, denn er verspielte in den Kurbädern Wiesbaden und Baden-Baden wiederholt sein Honorar. Wie es um die historischen Spielstätten hierzulande heute steht, dokumentiert unsere Übersicht der Spielbanken in Deutschland.

„Dogs Playing Poker“: das Spiel wird Popkultur

Den Schlusspunkt der Entwicklung setzt keine Museumskunst, sondern Werbung. Ab 1903 malte der Amerikaner Cassius Marcellus Coolidge im Auftrag der Firma Brown & Bigelow eine Serie pokernder Hunde zur Bewerbung von Zigarren. Das bekannteste Blatt, „A Friend in Need“, zeigt eine Bulldogge, die dem Nachbarn unter dem Tisch ein Ass zusteckt: das Falschspieler-Motiv Caravaggios, drei Jahrhunderte später als Pointe mit Fell. Die Kritik rümpfte die Nase, das Publikum hängte sich die Drucke millionenfach an die Wand, und 2015 erzielte ein Original der Serie bei Sotheby's immerhin 658.000 Dollar. Vom Laster zur Anekdote: Kaum eine Motivgeschichte zeigt den Bedeutungswandel des Glücksspiels so klar. Inzwischen hat sich das Verhältnis sogar umgedreht. Heute sind es die Casinos, die Kunst sammeln und ausstellen, um sich kulturell zu adeln; das Bellagio in Las Vegas unterhält dafür eine eigene Galerie.

Beim Bildervergleich fällt eine Konstante auf: Über vier Jahrhunderte malt die Kunst weniger das Spiel als seine Risiken, also Betrug, Verblendung und Verlust. Die Themen, die heute Regulierung und Spielerschutz heißen, hingen also längst gerahmt im Museum.

Was die Bilder über das Spiel verraten

Liest man die Werke als Quellensammlung, fällt auf, wie präzise die Maler die Mechanik des Glücksspiels erfasst haben, lange vor jeder Statistik. Erstens: Das Risiko sitzt selten im Spiel selbst, sondern im Gegenüber. Caravaggio, Valentin de Boulogne und La Tour malen keine Verlierer gegen den Zufall, sondern Opfer von Informationsvorsprüngen. Der Arglose verliert, weil andere seine Karten kennen und er ihre nicht. Zweitens: Der Absturz ist ein Prozess, kein Moment. Hogarth braucht acht Bilder für Tom Rakewells Weg vom Erbe ins Elend, und das Spielhaus ist nur eine Station von mehreren. Drittens: Die Faszination ist körperlich. Munchs Spieler beugen sich über den Tisch, als zöge die Kugel an ihnen; wer je eine Spielhalle von innen gesehen hat, erkennt die Haltung sofort.

Auffällig ist auch, wer in vier Jahrhunderten Spielszenen fast nie vorkommt: die Bank. Der Wirt, der Croupier, der Betreiber bleiben Randfiguren oder fehlen ganz, dabei sind sie die einzigen Beteiligten, die verlässlich gewinnen. Insofern endet die gemalte Kulturgeschichte genau dort, wo die nüchterne Betrachtung des modernen Glücksspiels beginnt: beim Hausvorteil, bei Lizenzfragen und bei der Frage, wer am Tisch eigentlich welche Interessen hat. Die Kunst liefert die Bilder dazu; die Zahlen muss man anderswo nachschlagen.

Fazit

Die bildende Kunst hat dem Glücksspiel ein erstaunlich vollständiges Dossier angelegt. Caravaggio, Valentin de Boulogne und La Tour dokumentierten den Betrug, die Vanitas-Maler und Hogarth die Vergänglichkeit und den Ruin, Cézanne die stille Konzentration, Munch den Sog des Roulettetischs, Coolidge die Verwandlung in Popkultur. Wer die Werke nacheinander betrachtet, liest eine Kulturgeschichte des Spiels, inklusive aller Warnungen, die heute in Paragrafen stehen. Welche Spielformen davon in Deutschland aktuell überhaupt erlaubt sind, sortiert unser Überblick der Glücksspielarten.

Häufig gestellte Fragen

Welches ist das berühmteste Gemälde über Glücksspiel?

Zwei Werke konkurrieren um diesen Titel: Caravaggios „Die Falschspieler“ (um 1594, heute im Kimbell Art Museum in Fort Worth) und Paul Cézannes Serie „Die Kartenspieler“ aus den 1890er Jahren. Caravaggio prägte mit seiner Betrugsszene ein ganzes Genre; Cézannes Version wurde durch einen der höchsten je gezahlten Gemäldepreise weltberühmt. In der Popkultur dürfte allerdings „Dogs Playing Poker“ von C. M. Coolidge beide überholen.

Was zeigt Caravaggios „Die Falschspieler“?

Das um 1594 entstandene Bild (italienisch „I Bari“) zeigt einen jungen, gut gekleideten Mann beim Kartenspiel, der von zwei Betrügern ausgenommen wird: Ein älterer Komplize späht ihm über die Schulter in die Karten und signalisiert mit den Fingern, während der junge Falschspieler hinter dem Rücken eine versteckte Karte zieht. Es hängt heute im Kimbell Art Museum in Fort Worth, Texas.

Wie viele Versionen der „Kartenspieler“ hat Cézanne gemalt?

Paul Cézanne schuf in den 1890er Jahren fünf Gemälde-Versionen der „Kartenspieler“ (Les Joueurs de cartes), dazu vorbereitende Studien. Die Fassungen hängen unter anderem im Musée d'Orsay in Paris, im Metropolitan Museum in New York, im Courtauld Institute in London und in der Barnes Foundation in Philadelphia. Die fünfte Version befindet sich in Privatbesitz.

Welches Glücksspiel-Gemälde erzielte den höchsten Preis?

Eine der beiden kleineren Versionen von Cézannes „Kartenspielern“ wurde Medienberichten zufolge um 2011 aus der Sammlung des griechischen Reeders George Embiricos an das Emirat Katar verkauft, für kolportierte 250 Millionen US-Dollar oder mehr. Der Preis machte das Bild damals zum teuersten je verkauften Gemälde. Da es ein Privatverkauf war, wurde die exakte Summe nie offiziell bestätigt.

Wer malte „Dogs Playing Poker“?

Der US-Amerikaner Cassius Marcellus Coolidge. Er malte ab 1903 im Auftrag der Werbefirma Brown & Bigelow eine Serie von Bildern pokernder Hunde zur Bewerbung von Zigarren; das bekannteste Motiv ist „A Friend in Need“, in dem eine Bulldogge dem Nachbarn unter dem Tisch ein Ass zusteckt. Die Serie gilt als Inbegriff amerikanischer Populärkunst: belächelt von der Kritik, millionenfach reproduziert.

Warum malten so viele Barockmaler Falschspieler?

Weil das Thema Moral und Spannung verband. Nach Caravaggios Vorbild wurde die Betrugsszene am Spieltisch zum festen Genre der Caravaggisten: Sie erlaubte drastisches Licht, sprechende Gesten und eine Warnung vor Leichtsinn und schlechter Gesellschaft in einem Bild. Georges de La Tour trieb das Genre mit seinem „Falschspieler“ auf die Spitze, inklusive verstecktem Karo-Ass im Gürtel des Betrügers.

Welche Rolle spielt Glücksspiel in Vanitas-Stillleben?

Spielkarten und Würfel gehören im 17. Jahrhundert zum festen Symbolvorrat der Vanitas-Stillleben, oft neben Totenschädel, erloschener Kerze und Sanduhr. Sie stehen für Zufall, Vergänglichkeit und die Nichtigkeit irdischer Vergnügungen, „Memento mori“ als gemalte Mahnung. Das Glücksspiel diente den Malern also weniger als Milieustudie denn als Chiffre für das Lebensrisiko schlechthin.

Gibt es berühmte Roulette-Darstellungen in der Kunst?

Ja. Edvard Munch malte 1892 „Am Roulettetisch in Monte Carlo“, entstanden nach eigenen Besuchen im dortigen Casino; das Bild gehört heute zum Bestand des Munch-Museums in Oslo. Es zeigt die gebeugten Spieler dicht um den grünen Tisch gedrängt, weniger Glamour als kollektive Anspannung. Munch verarbeitete darin dieselbe nervöse Faszination, die Dostojewski wenige Jahrzehnte zuvor literarisch beschrieben hatte.

Welcher Schriftsteller hat das Casino literarisch verewigt?

Vor allem Fjodor Dostojewski mit seinem Roman „Der Spieler“ (1866). Er kannte den Stoff aus eigener Erfahrung: Dostojewski war selbst der Roulette-Sucht verfallen und verspielte in deutschen Kurbädern wie Wiesbaden und Baden-Baden wiederholt sein Geld. Den Roman diktierte er unter enormem Zeitdruck in nur 26 Tagen, um Schulden aus einem Verlagsvertrag zu bedienen. Die Entstehung spiegelt das Thema.

Was zeigt Hogarths „A Rake's Progress“ über das Spielen?

William Hogarths achtteiliger Gemäldezyklus (1733 bis 1735, Sir John Soane's Museum, London) erzählt den Absturz des Erben Tom Rakewell. Eine der Szenen zeigt ihn in einem Londoner Spielhaus, wo er sein zweites Vermögen verspielt; danach folgen Schuldgefängnis und Irrenhaus. Der Zyklus ist die wohl bekannteste moralische Erzählung der Kunstgeschichte über Spielverlust als Station des gesellschaftlichen Ruins.

Hängen Glücksspiel-Gemälde auch in deutschen Museen?

Ja, verstreut über viele Sammlungen. Die Gemäldegalerie Alte Meister in Dresden besitzt mit den „Falschspielern“ von Valentin de Boulogne eine der wichtigsten Caravaggisten-Spielszenen überhaupt. Genreszenen mit Karten- und Würfelspielern des niederländischen Goldenen Zeitalters finden sich unter anderem in der Gemäldegalerie Berlin und der Alten Pinakothek in München. Ein Museumsbesuch ersetzt hier jede Bildbandrecherche.